Competitive Technical Intelligence (ICI-27)
Das Ziel der Competitive Technical Intelligence (CTI) ist es, für das eigene Unternehmen Wettbewerbsvorteile auf den Gebieten Marketing, Produktdesign, Forschung und Entwicklung durch technologischen Vorsprung zu realisieren. Hierzu wird die Entwicklung neuer Technologien kontinuierlich und systematisch beobachtet und in ihren Auswirkungen bewertet. Dies beginnt mit der Technologiefrühaufklärung, bei welcher gerade am Horizont auftauchende technologische Entwicklungen erkannt und erfasst werden, und setzt sich über die Technologiebewertung fort, die den Reifegrad und das Potenzial neuer Technologien bestimmt. Der Zyklus endet mit der strategischen Analyse der Auswirkungen neuer Technologien auf die (potenziellen) Kunden, das eigene Unternehmen und die Wettbewerber. Der Workshop hat die praktische Umsetzung dieser drei Schritte zum Inhalt und schließt mit dem zusätzlichen Modul CTI-Prozess ab, in dem die Umsetzung im Unternehmen behandelt wird. Die Vermittlung der vergleichsweise komplexen Inhalte wird durch Live-Demonstrationen und kurze Gruppenarbeiten unterstützt und aufgelockert.
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Workshop-Schwerpunkte
Welche technologischen Trends sind erkennbar?
- Informationsquellen für die Technologiefrühaufklärung (Fachveröffentlichungen, Forschungsberichte von Universitäten und Forschungseinrichtungen, Patentdatenbanken, Think Tanks, Kongresse, Messen, Wettbewerber u.ä.)
- Klassifizierung technologischer Trends auf Basis von technischen und wirtschaftlichen Kriterien, „starke" und „schwache" Signale, Early Warning Systems, Vorstellung geeigneter Strukturen
- Werkzeuge zur Unterstützung des Technology Scouting, z.B. Datenbanktools, Mind Mapping – und natürlich das Internet!
Technologiebewertung und Technologiefolgenabschätzung (Technology Assessment)
Welche Technologien werden zukünftig über den Markterfolg entscheiden?
- Potenzialbewertung neuer Technologien (Was kann die Technologie leisten?): Leistungsparameter, ABC-Analyse, Einsatzfelder, Substitutionspotenzial (Technologien), Synergiepotenzial, Technologievergleiche, Delphi-Methode
- Beschreibung der technologischen Entwicklung: Lebenszyklusanalysen, S-Kurven, Erfahrungskurven, Roadmaps
- Umfeldanalysen, d.h. die Einbeziehung nicht technischer Einflussfaktoren auf die Entwicklung neuer Technologien (politische und gesellschaftliche Trends)
Strategische und technische Technologie-Analyse
Wie können Wettbewerbsvorteile durch technologischen Vorsprung erzielt werden?
- Potenzialbewertung neuer Technologien (aus Sicht des Unternehmens: Welche Chancen und Risiken können aus den Technologien erwachsen?): Portfolioanalysen, Substitutionspotenzial (Produkte), neue Märkte
- Wettbewerbsanalyse: technologische SWOT-Analysen, Benchmarks, spezifische (Kern-) Kompetenzanalysen
- Technologieszenarios
- Strategische Implikationen: Investitionsstrategie, Segmentationsstrategie, Produktentwicklung, Leistungsführerschaft, Synergiestrategie, Kooperationsstrategie etc.
Competitive-Technical-Intelligence-Prozess
Wie kann eine kontinuierliche, systematische Technologiebeobachtung im Unternehmen implementiert werden?
- Analyse: Festlegung der Ziele, die mit einem CTI-Prozess erreicht werden sollen, Ableitungen von Anforderungen an den Prozess, Identifikation bereits laufender CTI-Aktivitäten und ihre Integration in den Prozess
- Design: Definition eines möglichst effizienten Prozesses (Auslöser, Teilprozesse, Aktivitäten, Schnittstellen und Rollen), der den Anforderungen gerecht wird, und Verknüpfung mit dem Innovations- und Product-Lifecycle-Management-Prozess im Unternehmen
- Implementierung: Vorgehen zur Einführung des CTI-Prozesses, Aspekte des Change Managements (Pilotierung, Kommunikation etc.)
Literatur
Weitere Informationen
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